Arbeitsmarkt in China

Ende 2000 belief sich die Gesamtzahl der arbeitenden Bevölkerung in China auf 711,5 Millionen, und jedes Jahr strömen nach Schätzungen zwischen fünf und dreizehn Millionen Menschen neu auf den Arbeitsmarkt. Aufgrund der gegenwärtigen Alterspyramide werden momentan zudem nur wenige Menschen pensioniert, was zu einer problematischen Situation führt. Die Regierung ist gezwungen, alljährlich entsprechend viele neue Arbeitsplätze zu schaffen. Einige arbeitspolitische Entscheidungen der verantwortlichen Politiker haben jedoch eher das Gegenteil bewirkt, was zur Konsequenz hat, dass alljährlich Millionen Chinesen ihre Arbeit verlieren, ohne von einem effektiven sozialen Netz aufgefangen zu werden. Die offizielle Arbeitslosenstatistik weist 3,1 Prozent aus, realistischer sind jedoch Schätzungen von etwas 25 Prozent. Betroffen sind in der Mehrzahl schlecht ausgebildete Arbeitskräfte. Um der Arbeitslosigkeit zu entgehen streben deshalb viele junge Menschen eine Ausbildung mit hoher Qualifikation an. China hat jedoch das Prinzip deutscher Hochschulen nicht übernommen, bei dem so gut wie alle Bewerber in irgendeiner Form zugelassen werden. Stattdessen gibt es dort ein Auswahlverfahren zur Aufnahme an den Universitäten, das sich an den Leistungen der Bewerber orientiert.

Zur Ausbildung der Facharbeiter und Techniker gibt es in China kein geregeltes Ausbildungssystem wie in Deutschland. Die Arbeiter bilden sich in den ersten Jahren ihrer Berufstätigkeit selbstständig weiter und erreichen bei guter Leistung höhere Positionen mit weiterreichenden Kompetenzen und Aufgaben.

Die chinesische Wirtschaft und auch der chinesische Arbeitsmarkt konzentrieren sich in den zahlreichen Sonderwirtschaftszonen und technischen Entwicklungsgebieten, die von der chinesischen Regierung seit den 1980er Jahren eingerichtet wurden.

Das alles klingt danach, als ob die Chancen schlecht stünden, in China einen Job zu finden. Doch gut ausgebildete Fachkräfte werden in vielen Bereichen trotz der schwierigen Lage immer gesucht. Und gerade ausländische Bewerber werden nicht zuletzt aufgrund von Internationalisierungstendenzen gerne genommen.


Arbeiten in China  » Impressum  » Kontakt  » Sitemap  »